2. Preis der Deutschen Bischofskonferenz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Viele Migranten und Migrantinnen haben besondere Orte, die sie sehr liebten, verloren – durch Krieg, Vertreibung, Armut, Gewalt.
Aber auch Nicht-Migrierte haben durch Alter, Umzug oder andere Gründe oft ihre geliebten Plätze verlassen müssen. Sie bedeuten immer eines: Heimatverlust. Diese ‚verlorenen Orte‘ in Interviews einzusammeln und mit Text und Fotos einer Ausstellung zuzuführen war Ziel des Projektes VERLORENE ORTE, das in einer Kooperation des Malteser Integrationsdienstes und dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bergisch Land Gemeinwesenarbeit durchgeführt wurde.
Das ‚Einsammeln‘ der Geschichten erfolgte in zahlreichen Interviews. Diese wurden auch von den Migrantinnen selbst durchgeführt, sodass hier in mehrfachen Bereichen Begegnung stattfand: Junge Frauen befragten Seniorinnen, Frauen aus nicht-deutschen Herkunftsländern kamen mit gebürtig-deutschen Menschen ins Gespräch.

Entstanden ist eine Broschüre und eine Wanderausstellung sowie Schul-Arbeitsmaterialien.

Cover-Design & Projektleitung: Uta Kroder | internetgarden ®
Broschüre Innen-Design: Zeynep Toklucu

Nun erhielt das Projekt den 2. Preis des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der Deutschen Bischofskonferenz 2021!

Mehr zum Projekt und zur Auszeichnung: → https://www.dbk.de/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit/preistraeger-2021

Hier finden Sie die → Broschüre zur Ausstellung mit allen Bildern

Mein Bett: Das ist mein Bett in Kamishlo. Als ich Syrien verlassen musste, zog meine Schwester in meine ehemalige Wohnung ein. Manchmal habe ich starke Sehnsucht. Dann rufe ich meine Schwester an und habe ein Video-Telefonat mit ihr. Und ich sage zu ihr: Bitte zeige mir mein Bett.

Sawsan I., 32 Jahre, aus Syrien, über ihren verlorenen Ort